Martin Keller / Weiterentwicklung einer Durchlauf-Epitaxieanlage und Implementierung einer turbulenten Gasführung

Martin Keller, Weiterentwicklung einer Durchlauf-Epitaxieanlage und Implementierung einer turbulenten Gasführung (= Zwischen den Welten, Bd. 1. hrsg. v. Jürgen Krahl, Josef Löffl), Göttingen 2015.

Knapper werdende Rohstoffe und die Auswirkungen des massiven Ausstoßes an klimaschädlichem CO2, haben in Deutschland zum Erneuerbare-Energien-Gesetz geführt. Erneuerbare Energien müssen hinsichtlich des Preises konkurrenzfähig sein. Bei der Photovoltaik (PV) werden vornehmlich zwei Strategien verfolgt: Zum Einen werden Solarzellen mit Hilfe der preisgünstigen Dünnschichttechnik hergestellt, zum Anderen gibt es Solarzellen aus kristallinen Siliziumwafern, welche ihre hohen Kosten durch hohe Wirkungsgrade kompensieren. Um eine Solarzelle zu entwickeln, welche die Effizienz von kristallinen Silizumwafern mit den Kosten der Dünnschichttechnik vereint, wird am Fraunhofer ISE das Konzept der kristallinen Silizumdünnschicht verfolgt. Dazu ist eine Epitaxieanlage notwendig, welche in industriellem Maßstab epitaktische Siliziumschichten abscheiden kann. Die ConCVD (Continuous Chemical-Vapor-Deposition) stellt dabei einen entscheidenden Zwischenschritt auf dem Weg von einer Laboranlage hin zu einer Produktionsanlage (ProConCVD) dar. In diesem Buch werden sowohl entscheidende ingenieurtechnische Weiterentwicklungen, als auch die Ergebnisse naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung beschrieben, welche für die Entwicklung einer Epitaxieanlage notwendig sind.

Der im unterfränkischen Werneck geborene Dipl.-Ing. (FH) Martin Keller wurde bereits 2009 für seine Diplomarbeit mit dem E.on-Kulturpreis ausgezeichnet. Diese Arbeit zum „Design der Oberflächentextur einer Dünnschichtsolarzelle mithilfe statistischer Versuchsplanung“ fertigte er im Studiengang Physikalische Technik der Hochschule Coburg in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg an. Danach arbeitet er dort als Doktorand an der „Weiterentwicklung einer Durchlauf–Epitaxieanlage und Implementierung einer turbulenten Gasführung“. Da diese Aufgabenstellung neben Halbleiterphysik, Kristallographie und Strömungs simulation auch Anlagenbau beinhaltet, war der fachlich breit aufgestellte Studiengang physikalische Technik eine hervorragende Grundlage zum erfolgreichen Abschluss der Promotion.

Die Monographie ist als Band 1 der Reihe „Zwischen den Welten“ beim Cuvillier Verlag erschienen:

https://cuvillier.de/de/shop/people/54763-martin-keller